Adressable TV in der Praxis

In diesem Monat lässt die Pressemitteilung der Seven One Media aufhorchen: Mit den Werbekunden „Johnson & Johnson“ und „Media Markt“ wurden während des TV-Liveprogramms die Spots der beiden Marken dynamisch auf die ProSieben Maxx Werbeblöcke gelegt. Damit treibt das Unternehmen die Etablierung von Adressable TV in Deutschland weiter voran.

Das Tochterunternehmen der ProSiebenSat.1 Group hat sich auf die Vermarktung audiovisueller und digitaler Medien spezialisiert und ist dabei federführend. In Zusammenarbeit mit starken Marken gestaltet das Unternehmen crossmediale Kampagnen und treibt den Einsatz neuer Werbetechnologien und Werbeformen an. Seven One Media ist selbstverständlich nicht nur in Deutschland aktiv sondern agiert auch international. So wird die gesamte Produktpalette der Mediengruppe in allen Kanälen vermarktet. Dazu gehören Addressable TV, Video On Demand, Teletext und auch Mobile. Auch im Licensing und Direct-Marketing-Bereich ist das Unternehmen aktiv.

Als einer der Vorreiter im Bereich Bewegtbild ist daher besonders interessant zu sehen, welche Aktionen das Unternehmen auf technologischer Ebene tätigt. In Zusammenarbeit mit Universal McCann und den Marken „Johnson & Johnson“ sowie „Media Markt“, wurde Eigenwerbung mit den Spots dieser Marken überblendet.

Auf Basis des Smart TV Standards HbbTV 1.5 konnte der Test durchgeführt werden. Auf dem Gerät wurde ein Cookie installiert, sodass erkennbar wurde, ob der Spot auf dem besagten Fernseher bereits gesehen wurde. War dies nicht der Fall, bekam der Fernsehzuschauer anstelle einer ProSiebenSat.1 Eigenwerbung einen Spot von „Johnson & Johnson“ oder „Media Markt“ eingeblendet.

Die Interessensvertreter der privaten Rundfunk- und Telemedienunternehmen VPRT bestätigen, dass der Bedarf an frischen Werbeformen immer größer wird. So prognostiziert der VPRT, dass in der Fernsehwerbung 2017 ein Nettowachstum von 1.1 Prozent auf insgesamt 4,6 Milliarden Euro ansteigt. Dabei ist besonders der Anstieg im Bereich der eingebundenen Online-Werbung im Streaming interessant. Dort wird ein Anstieg um 23 Prozent auf 0,48 Milliarden Euro prognostiziert. Vermutlich, so der VPRT, werden die Umsätze aus der Bewegtbildwerbung im linearen und nonlinearen um 2,8 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro ansteigen.


Quellen:

  1. https://www.wuv.de/medien/mit_addressable_tv_werbespots_ueberblenden Zugriff am 14.11.2017, Autorin Petra Schwegler, erstellt am 2.11.2017
  2. https://www.sevenonemedia.de/service/ueber-uns Zugriff am 14.11. 2017, Autor und Erstellungsdatum unbekannt
  3. https://www.sevenonemedia.de/documents/924471/1130000/17-11-02_PM_Spot_Overlay.pdf/5b8477f7-b688-63e6-76bb-2a55eb08fa78 Zugriff am 14.11.2017, Autor unbekannt, Erstellungsdatum vermutlich 2.11.2017
  4. http://www.vprt.de/verband/presse/pressemitteilungen/content/vprt-prognose-zum-medienmarkt-2017 Zugriff 14.11.2017, Autor unbekannt, erstellt am 25.10.2017

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