Big Data

Die Macht der Information

In unserem Vorhaben, die wichtigsten und gängigsten Buzz-Wörter zu verständlich zu erklären, darf der Begriff „Big Data“ nicht fehlen. Unter diesem Begriff ist die immense Ansammlung strukturierter und nicht strukturierter Daten gemeint, die aufgrund ihrer Größe nicht mit traditionellen Datenbanken und Software-Technologie verarbeitet werden können.

Zur Betrachtung der Herausforderungen, die mit Big Data entstehen, eignet sich das V-Modell von Gartner:

 

Volume (ansteigendes Volumen der Daten)

Ein passendes Praxisbeispiel ist hierfür der soziale Netzwerkriese Facebook. Über eine Milliarde Nutzer generieren pro Minute 650.000 unterschiedliche Inhalte oder verteilen 35.000 Likes. Die Datenbanken müssen mit dieser Ansammlung an Daten fertig werden.

Dazu gibt es Datenbanksysteme im Petabyte Bereich, doch sind diese teuer und stehen womöglich nicht im Verhältnis zu den irrelevanten Daten, die ebenfalls gesammelt werden. Hier bedarf es daher einer genauen Analyse, welche Daten überhaupt Wert besitzen und wie diese gezielt gesammelt und gespeichert werden können.


Velocity (ansteigende Geschwindigkeit der Daten)

Der Aspekt Velocity zeigt zwei Herausforderungen der IT an: Zum einen werden mit einer enormen Rate Daten in den unterschiedlichen Anwendungsfeldern erzeugt, zum anderen müssen diese Datenmengen oft im Sekundenbereich weiterverarbeitet werden.


Variety (steigende Vielfalt der Daten)

Der Kernpunkt von Big Data liegt in der Form der Daten. Diese sind oftmals sehr unterschiedlich und nicht strukturiert.


Veracity (Zuverlässigkeit der Daten)

Insbesondere wenn Daten aus unterschiedlichen Quellen kommen besteht die Gefahr, dass diese ungenau oder falsch sind. Aufgrund der Geschwindigkeit der Verarbeitung können diese Datenmengen aber meist nicht bereinigt werden. Dies bedeutet: Bei der Verwendung großer Datenmengen besteht immer eine gewisse Unsicherheit darüber, wie zuverlässig diese Daten tatsächlich sind.


Deutschland hat die Bedeutung von Big Data verstanden

Deutschland liegt in Bezug auf die Awareness dieses wichtigen Themas weltweit ganz vorne.

Im Vergleich zu den Volkswirtschaften Großbritannien, Indien , Japan, Russland, Spanien und den USA ist Deutschland sowohl beim Thema Datenanalyse, digitale Transformation als auch bei Data Warehousing auf Platz eins. Beim Thema Internet of Things allerdings auf dem dritten Platz nach Australien und Indien.

Die Umfrage wurde von Teradata durchgeführt und zeigt ebenfalls auf, weswegen die großen Datenmengen besonders interessant sind. Nach Angaben der befragten Unternehmen eignen sich diese für das Management der Kundenbeziehungen und um Prozesse in der Fertigung effizienter zu gestalten. Gerade auch im Hinblick auf das Marketing ist Big Data eine große Hilfe.

Experten, die im Online-Marketing-Bereich tätig sind, profitieren sehr von der modernen Datenflut. Die genaue Erfassung der Zielgruppe wird einfacher und das Verhalten potentieller Kunden kann mit größerer Treffsicherheit vorausgesagt werden. Das hilft Werbebudgets gezielter einzusetzen und Streuverluste zu reduzieren.

Big Data ist ein wichtiger Baustein für all die weiteren digitalen Veränderungen, die uns bevorstehen. Vom Internet of Things bis hinzu Künstlicher Intelligenz kann Big Data als unerlässlicher Baustein der Digitalisierung betrachtet werden.


 

Quellen:

 

  1. http://www.webopedia.com/TERM/B/big_data.html Zugriff am 28.08.2017, Autor Vangie Beal, Erstellungsdatum unbekannt
  2. https://www.gi.de/service/informatiklexikon/detailansicht/article/big-data.html Zugriff am 28.08.2017, Autor Dominik Klein erstellt vermutlich Jahr 2013
  3. https://www.informatik-aktuell.de/aktuelle-meldungen/2017/april/big-data-deutschland-fuehrend-bei-daten-und-datenanalysen.html Zugriff am 28.08.2017, Autor Redaktion erstellt am 28.4.2017
  4. https://onlinemarketing.de/lexikon/definition-big-data Zugriff am 28.08.2017, Autor und Erstellungsdatum unbekannt

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