Eine Übersicht über die verschiedenen Bildgrößen

Es fällt schwer, den Überblick zu behalten

Der Markt wird überflutet mit neuen Auflösungen, die einen neuen Trend schaffen wollen, doch was steckt wirklich hinter den verschiedenen Bildgrößen? Mehr Pixel = höherer Preis, doch wo finden sie Verwendung und lohnt sich die Anschaffung der neuen Geräte für das heimische Wohnzimmer?

Was genau hinter Full HD, 4K, UHD und co. steckt, wo sie aktuell eingesetzt werden und was noch Zukunftsmusik ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.


SD (Standard Definition):

Die DVD-Auflösung gilt heutzutage als veraltet, trotzdem senden viele deutsche TV-Anstalten ihr Programm weiterhin in der Bildgröße 720 x 576 Pixel. Upgrades auf HD-Qualität werden von den Sendern angeboten, sind aber mit monatlichen Kosten verbunden. SD-Signale können von HD-fähigen Fernsehern hochskaliert werden, was ein besseres Bild erzeugt, an echtes High Definition kommt es allerdings nicht heran.

Wer auf Streamingdienste wie Netflix und iTunes zugreift, hat auch heute immer noch die Möglichkeit, Filme und Serien in SD-Qualität zu streamen, die jeweiligen Kosten sind dann geringer.


HD-Ready:

HD ist nicht gleich HD. Dennoch ist das HD-Ready-Format der erste Schritt zum hochaufgelöstem Bild und im Vergleich zur SD ein deutlicher Qualitätssprung. Geräte mit diesem Branding sind in der Lage, hochauflösendes Fernsehen in 720p (1280 x 720 Pixel) wiederzugeben. Die öffentlich-rechtlichen TV-Sender ARD und ZDF strahlen bspw. ihr Programm in dieser Auflösung aus. HD-Ready Geräte sind in der Lage, Blu-rays abzuspielen, allerdings nur im runtergerechnetem Format.


Full HD (Full High Definition):

Das eigentliche HD und heutzutage das absolute Standardformat. So sind Fernseher oder Monitore in dieser Bildgröße in den meisten deutschen Haushalten vertreten. Das Format bietet eine hochauflösende Bildqualität in 1080p (1920 x 1080 Pixel).

Private Fernsehanbieter wie Sky oder kostenpflichtiges Zusatzfernsehen wie HD+ strahlen ihren Content hauptsächlich in Full HD aus. Das Bild besitzt nun doppelt so viele Bildpunkte als zuvor, es ist dadurch sehr viel schärfer und detailreicher. Full HD-Monitore und Fernseher können außerdem Blu-ray Filme in vollem Qualitätsumfang abspielen.

Soviel zu den bekannten Bildgrößen.


Der Unterschied zwischen 4K und Ultra HD:

Hier passieren die meisten Verwechslungsfehler. Während 4K als das neue Standardformat in aller Munde ist, wird es für den heimischen Bedarf gar nicht verwendet und falsch beworben. Sogenannte „4K-Fernseher“ sind in Wahrheit Ultra HD (UHD) Fernseher, mit einer Auflösung von 3840 x 2160, also die vierfache Pixelanzahl wie beim Full HD.  Als „echtes 4K“ wird die Bildgröße mit einer Mindestanzahl von 4096 x 2304 Pixel bezeichnet, die vor allen Dingen im Kino zum Einsatz kommt, man spricht dann von „Cine-4K“.

Dennoch wird häufig fälschlicherweise 4K im Zusammenhang mit den heimischen Fernsehern genannt, es eignet sich anscheinend besser zur Bewerbung. Doch auch UHD bietet im Vergleich zum Full HD schon gewaltige Unterschiede in der Bildqualität. Die vierfache Pixelanzahl sorgt für deutlich mehr Details, bessere Kontraste und allgemein ein schärferes Bild.

UHD Fernseher sind auf dem Vormarsch. Mittlerweile nehmen sie ca. 30 % aller abgesetzten Fernsehgeräte ein, Tendenz steigend. Grund dafür sind die passenden Inhalte. Mit der Einführung von UHD-Blu-rays, den Streaming-Dienstleistern, die ihren Content in höchster Qualität bereitstellen und neuen Spielekonsolen wie Xbox One X oder PS4 Pro, die im Gamingbereich Maßstäbe setzen wollen, wird UHD dem Konsumenten nähergebracht. Sogar Smartphones verfügen heute schon über 4K-fähige Kameras.


Zukunftsmusik

Aktuell wird schon längst über zukünftige Trends gesprochen, es fallen Buzzwords wie 8K oder sogar 16K. Es wird aber noch Jahre dauern, bis sich diese in der breiten Masse wiederfinden. Da aktuell noch nicht mal die Ausstrahlung von Full HD-Fernsehen vollständig in Deutschland salonfähig gemacht wurde, geschweige denn 4K / UHD, wird es noch ein weiter Weg. Technikbegeisterte Heimkinogenießer sind natürlich längst umgestiegen, der Rest befindet sich auf dem Sprung zum UHD-Wechsel.


Quellen:

http://www.tvfacts.de/artikel/495-unterschiede-hd-ready-full-hd-aufloesung.html

https://updated.de/ratgeber/tv-aufloesungen-im-ueberblick-von-hd-ready-bis-8k-8434

http://praxistipps.chip.de/die-wichtigsten-video-aufloesungen-im-ueberblick_33735

https://www.turn-on.de/primetime/ratgeber/von-hd-ready-bis-8k-ein-leitfaden-fuer-den-pixel-dschungel-7122

https://www.turn-on.de/primetime/ratgeber/was-bringt-4k-ultra-hd-im-fernsehalltag-1619

https://www.techbook.de/entertainment/uhd-tvs-bieten-mehr-als-nur-viele-pixel

http://www.digitalfernsehen.de/Verkaufszahl-von-4K-TVs-steigt-Ultra-HD-auf-dem-Vormarsch.143037.0.html

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